Lebensskript

Lebensskript und Märchen

(mit Genehmigung des Grin-Verlages)

“In jedem ruht ein Bild dess', was er werden soll,
solang er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll”1),
sagt der barocke Dichter Silesius aus dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert, nach Einführung der Schulpflicht, wurde der Spruch auf eine solide Berufsausbildung angewandt. Das ist aber nicht ausschließlich gemeint; gemeint ist, dass jeder Mensch von Kind auf ein Lebensskript, eine Vorstellung von seinem Leben in sich trägt, das er ergänzt, wenn es geradlinig läuft, umschreibt, wenn Brüche passieren.
Man mag diesen Gedanken anzweifeln, aber er wird von erstaunlich vielen Leuten vertreten: Drewermann2), dessen Leben Brüche aufweist, sagt: "Irgendetwas zieht uns mit unwiderstehlicher Macht dorthin, wo wir sein sollen."3) Und ein Priester lehrte Halbwüchsige: "Lebt so, dass euer Leben in einem Buch aufgezeichnet werden kann, ohne dass ihr euch schämen müsst."
Psychoterapeuten wie Eric Berne4) sagen nun, dass man sein Lebensskript erkennen könne, wenn man Märchen entsprechend liest. In Märchen, deren Muster ziemlich offensichtlich bis in die Bronzezeit gehen, sind menschliche Grundsituationen dargestellt, die in irgendeiner Form immer wieder geschehen. Man kann sich bei dem Aufnehmen eines traditionellen Märchens überlegen: Ist das bei mir auch so? Die Erkenntnis, dass das Problem uralt ist, kann erleichternd wirken, oder man kann sein Lebensskript vielleicht an dieser Stelle umschreiben.
Das Wort Skript beschreibt das Leben wie eine Rolle im Theater. Es gibt Rollen aus dem Drama, aus der Tragödie, aus der Komödie, aber auch Rollen ohne besondere Ausprägungen.5)
Schauen wir uns nun drei Beispiele an: die Elternfigur, Geschwisterliebe und Geschwisterhass, und der junge und der alte Liebhaber.
DIE ELTERNFIGUR:
Zur Stiefmutter: Die Stiefmutter kommt nicht gut weg; das ist nicht nur im Märchen sichtbar, sondern auch in dem Ausdruck "stiefmütterlich". Warum, weiß ich nicht, denn ich kenne viele gute Stiefmütter, nicht nur heute, sondern auch aus der Literatur von früher: "Viola Tricolor" von Theodor Storm6) etwa oder in Romanen von Marie von Ebner-Eschenbach7).
Eine moderne Deutung ist ja, dass der Begriff Mutter idealisiert worden war und bei der Darstellung von Elternproblemen daher statt Mutter Stiefmutter eingesetzt worden ist. Das glaube ich eher nicht, denn bei den Märchen, die sich offensichtlich bis in die Bronzezeit zurück verfolgen lassen, IST es die Stiefmutter. Darauf komme ich noch. Vorerst: Es ist ein ELTERNPROBLEM. Als die Stiefmutter Schneewittchens Herz (oder Leber21)) essen wollte, fragte ich mich schon als Kind: Wo bleibt der Vater? Der Vater spielt in all diesen Märchen eine eher schwächliche Rolle, auch wenn er die Kinder liebt. Fallweise versteckt er sie vor der Stiefmutter, aber dank ihrer Zauberkraft findet sie sie doch.
Zum Lebensskript zu dieser Märchenstruktur: Ich kenne niemanden, der nicht sein Leben irgendwo nach seinen Eltern ausrichtet, entweder, indem er etwas nachlebt oder indem er es bewusst anders macht oder indem er/sie es den Eltern recht machen will, auch, wenn diese schon tot sind, oder indem er /sie ein dumpfes Gefühl hat: "Verzeih, Mama (oder Opa), aber ich bin nicht wie du."
Das Märchen von der Stiefmutter, das sich möglicherweise bis in die Bronzezeit verfolgen lässt, ist das Märchen (oder die Sage – es mangelt an einigen typischen Merkmalen des Märchens, aber auch der Sage), das später "Die Kinder von Lir"13) genannt wurde. Es ist eine der berühmtesten Legenden aus Irland und handelt von einem König namens Lir, dem Oberhaupt eines Volkes namens Tuatha de Danaan. König Lir hatte vier Kinder, eine Tochter namens Fionnuala und drei Söhne mit Namen Aodh, Fiacra und Conn. Als ihre Mutter starb und der König wieder heiratete, war die neue Ehefrau, die Schwester seiner ersten Frau, eifersüchtig auf die Kinder und verwandelte sie mit Hilfe eines Druiden in Schwäne. Die vier Schwäne waren dazu verdammt, 300 Jahre am eisigen See Derravaragh zu verbringen, dann 300 Jahre in der Sea of Moyle, den Gewässern an der Stelle, wo Irland und Schottland nur 19 km voneinander entfernt sind, und dann 300 Jahre im Atlantischen Ozean, der an der Westküste Irlands liegt. Es wird dann angehängt, dass der heilige Patrick sie nach diesen 900 Jahren erlöst hätte. Aber das ist ein späteres Anhängsel.
Kann es nicht sein, dass hier tatsächlich das wahre Leben der Literatur Pate gestanden hatte? Es gehört schon Größe dazu, es klaglos hinzunehmen, dass die Stiefmutter den Mann nie für sich allein haben wird. 22)
Zum übermächtigen Vater: Wir kennen etwa den Archetyp des übermächtigen Vaters, der den ihm sehr ähnlichen Sohn bis zur Vernichtung einschränkt: in der Cuchullain8)-Sage, im Mythos des Hildebrandsliedes9), im Mythos von Rostam und Sohrab10) und in anderen. Der Vater tötet den Sohn, weil der ihm den berechtigten Machtbereich verweigert, weil er ihm als Angehöriger einer ihm feindlichen Gruppe gegenübersteht, weil er nicht weiß, dass es sein Sohn ist.
Das Skript entsteht in der Beziehung mit wichtigen Bezugspersonen, durch die eigenen Erlebnisse als Kind, als ein differenziertes Muster aus Botschaften von Bezugspersonen und eigenen frühen Entscheidungen. Eine übermächtige Vaterfigur in Form des leiblichen Vaters, eines Lehrers oder eines Vorgesetzten, aber auch eine lieblose Mutterfigur kann das Lebensskript entscheidend bestimmen.

GESCHWISTERLIEBE UND GESCHWISTERHASS
Sehr oft gleicht im Märchen die Geschwisterliebe das Fehlverhalten der Eltern aus. In "Hänsel und Gretel" führt Hänsel Gretel das erste Mal, nachdem die Stiefmutter und der schwache Vater sie ausgesetzt hatten, zurück nach Hause. Gretel rettet Hänsel dann vor der Hexe.
In den Varianten des Märchens "Die wilden Schwäne" 12) ("Die sechs Schwäne" der Gebrüder Grimm, "Die sieben Raben" von Bechstein und andere) ist es die Schwester, die die von den Eltern verstoßenen Brüder ins Leben zurück holt. Aber auch das ist ein wesentliches Element: Die Brüder lassen es zu, dass ihnen geholfen wird. In ähnlicher Weise hilft Fionnuala, die älteste Tochter des Königs in "Die Kinder von Lir", ihren Geschwistern.
Die Eifersucht und den Hass zwischen Schwestern aber erfahren wir auch in "Die Kinder von Lir": die leibliche Mutter der Kinder, Aobh , und nach ihrem Tod ihre Schwester, die Stiefmutter Aoife, die aus Eifersucht die Kinder ihrer Schwester in Schwäne verwandelt .
Und noch viele andere Märchen greifen das Thema der eifersüchtigen Stiefmutter auf: Aschenbrödel14), Aschenputtel, Cinderela von den Gebrüdern Grimm Bechstein, Perault, Walt Disney, "Gottes Speise" der Gebrüder Grimm15) , "Prinzessin Mäusehaut"16) , "Die weiße und die schwarze Braut" 19) und noch andere.

DER JUNGE UND DER ALTE LIEBHABER
Seit Jahrtausenden gibt es das Problem des alternden Liebhabers: Es wird dargestellt in dem irischen Helden Conchobar, der Deirdre nicht erringen kann17), und im König in dem Grimm´schen Märchen in "Allerleirauh".18) Diarmuid und Gráinne17) sind ein weiteres irisches Liebespaar im Mythos, die dieser Situation ausgesetzt sind. Auch Tristan und Isolde20) stehen diesem Problem gegenüber.
In allen diesen Fällen ist der alternde Liebhaber der Übermächtige; um sich vor ihm zu schützen, ist nur die Flucht möglich.
SCHLUSSFOLGERUNG
Das Lebensskript ist ein unbewusster Lebensplan, der in der Kindheit aufgestellt, von den Eltern verstärkt, durch spätere Ereignisse gerechtfertigt worden ist und in einer bewusst ausgewählten Lebensalternative gipfelt, bei der Märchen, aber auch gute Literatur, helfen können.
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1) Angelus Silesius
(1624 - 1677), eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Arzt, Priester und Dichter
2) https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann
17.08.2016
3) Drewermann, Eugen: Interview In: „Geheimnisse, Wunder, Phänomene“ Nr4 Juli, August 2010.
4) https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Berne
17.08.2016
5) http://www.ta-maeder.ch/view/userfiles/ ... rbe_09.pdf
17.08.2016
6) https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Storm
17.08.2016
7) https://de.wikipedia.org/wiki/Marie_von ... Eschenbach
17.08.2016
8) https://en.wikipedia.org/wiki/A%C3%ADfe
17.08.2016
9) https://de.wikipedia.org/wiki/Hildebrandslied
17.08.2016
10) https://de.wikipedia.org/wiki/Rostam_und_Sohrab
17.08.2016
11) https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nsel_und_Gretel
17.08.2016
12) https://de.wikipedia.org/wiki/Die_wilden_Schw%C3%A4ne
17.08.2016
13) http://www.haped.de/Mythen/seiten/lir.html
17.08.2016
14) https://de.wikipedia.org/wiki/Aschenputtel
17.08.2016
15) http://www.grimmstories.com/de/grimm_ma ... tes_speise
17.08.2016
16) http://www.grimmstories.com/de/grimm_ma ... maeusehaut
17.08.2016
17)   http://de.wikipedia.org/wiki/Diarmuid_und_Gr%C3%A1inne  
24.5.13
18) https://de.wikipedia.org/wiki/Allerleirauh
17.08.2016
19) http://de.wikipedia.org/wiki/Die_wei%C3 ... arze_Braut
24.5.13
20) https://de.wikipedia.org/wiki/Tristan_und_Isolde
17.08.2016
21) Florian, Autorencampus, Schule des Schreibens, Hamburg 2016
22) Florian, Autorencampus, Schule des Schreibens, Hamburg 2016

 

Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster:

Im Menschen liegen Grundbilder menschlichen Verhaltens und menschlichen Denkens. Diese sind angeblich in allen Kulturen gleich. Ich, Brigitte Prem, kann bestätigen, dass solche Grundbilder in den europäischen Märchen sich ähneln, so Märchen denn Ausdruck dieser Grundbilder sind.

Ungeheure psychische Wirkungskraft der Märchen:

Wenn der Mensch sich bewusst wird, nach welchen Bildern sich sein Leben ausrichtet, gibt ihm das die Freiheit, Einfluss zu nehmen, und das steigert sein Wohlbefinden.

Da Märchen Ausdruck dieser Bilder sind, können sie helfen.

Gegenläufigen Teile der Persönlichkeit erkennen

Es gibt auch negative Züge im Menschen wie ein gestörtes Verhältnis zur Autorität, dargestellt in der bösen Stiefmutter. Diese zu erkennen hilft sie zu meistern.

Archetypen in europäischen Märchen

Schicksalhafte Schuld

 

GESCHWISTER IM MÄRCHEN

 

Psychische Wirkungskraft der Märchen

 

Drei Schwestern, drei Brüder, das jüngste ist das Dümmste und trimphiert letztlich - was für ein Hochgefühl für die Seele! Die Schwester rettet die von den Eltern vernachlässigten Brüder, aber Hänsel rettet seine Schwester Gretel (Gretel rettet Hänsel dann vor der Hexe, aber das ist ein anderes Thema).

 

 

GEGENLÄUFIGE TEILE DER PERSÖNLICHKEIT

 

Was du anderen predigst, predigst du dir selbst.

 

Der Mensch ist auf die eigene dunkle Seite im anderen wütend, die so nach außen nicht sofort erkennbar wird, sein sogenannter Schatten. Darin findet man alle mit dem Ich unvereinbaren Aspekte des Menschen, wie seine Neigungen und Eigenschaften. Wenn man sich auf Märchen einlässt, kann man seinen Schatten vielleicht erkennen und damit das Leben leichter meistern.

 

 

ARCHETYPEN IM EUROPÄISCHEN MÄRCHEN

 

Nach Jung sind Archetypen universell vorhandene Urbilder in der Seele aller Menschen, unabhängig von ihrer Geschichte und Kultur.

 

Ein Beispiel ist die böse Stiefmutter in der irischen Sage "Die Kinder von Lir "8), in "Schneewittchen" und vielen anderen. "Die wunderschöne Palaschenka" zeigt die böse Stiefmutter in einem russischen Märchen. 6)

 

9)

 

Die überfürsorgliche Pflegemutter verhindert in der irischen Sage "Deirdre" die Reifung der Persönlichkeit, in dem ähnlichen Märchen der Gebrüder Grimm "Rapunzel" gelingt es der Protagonistin, sich loszureißen. Zum Märchen "Die schwarze und die weiße Braut" der Gebrüder Grimm:

 

Die Stiefmutter stellt tiefenpsychologisch eine Schattengestalt dar, die das wahre Selbst verdrängt. Bruder Reginer ist hier als Stallknecht ebenfalls Schatten des Königs .19)

 

Quellenangabe

 

19) http://de.wikipedia.org/wiki/Die_wei%C3 ... arze_Braut

 

Beide 24.5.13

 

8http://de.wikipedia.org/wiki/Lir 4.4.13

 

6) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Jung 30.3.13

 

9) Landa, Renate (Übersetzung aus dem Russischen): "Die wunderscöne Palaschenka oder das Luchsfellchen" In: Gesse, N. und Sadunaiskaja,S.: "Das Luchsfellchen - Märchen slawischer Völker" Berlin 0.J.

 

 

MÄRCHEN ALS LEBENSHILFE

 

Man kann ein bestehendes Lebensskript aus Märchen erkennen

 

 

 

Der Sinn und Zweck der Persönlichkeit ist die Anpassung an die Außenwelt im Sinne eines regelkonformen, sozialverträglichen Verhaltens. Durch Märchen kann man einen tiefen Einblick in das Lebensskript bekommen und gute Lösungsimpulse finden.

 

 

DER VATER MORDET DEN SOHN

 

Seit 5000 Jahren gibt es Väter, die ihre Söhne ermorden. Warum?

 

Die Tatsache, dass dieses Motiv in drei so verschiedenen Sprachen erzählt wird, lässt wohl darauf schließen, dass vor vielen tausend Jahren, zu Ötzi ´s 3) Zeit, als diese Sprachen noch Dialekte waren, etwas geschehen ist, dass die Menschen völlig erschütterte, sodass es jahrtausende lang weiter erzählt und auf verschiedene Personen übertragen wurde.

 

Mythos: Cuchullain im Kampf gegen seinen Sohn Conlai (mit dem goldenen Ring versteckt um den Hals) und Emer im Hintergrund.

 

3) http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96tzi (7.2.13)

 

 

DER VATER MORDET DEN SOHN

 

Als sich Cuchullain in jener Nacht von Aife trennte,sprach sie zu ihm: „Sieh, Cuchullain, nun

habe ich empfangen von dir, meinem Besieger. Das Kind, das ich zur Welt bringen werde,

wird ein Knabe sein. Zur rechten Zeit wird er zu dir kommen, dann magst du ihn als Vater

anerkennen.“ Da gab Cuchullain ihm den Namen Conlai im Mutterleibe und schenkte Aife

einen goldenen Ring. „Den soll mir der Sohn“, sagte er, „als Beweis zeigen, wenn er dereinst

vor mich tritt“. Und darauf schieden sich Cuchullain und Aife. 1)

Cuchullain kehrt zu seiner frau Emer zurück.

Cuchullain hat also die ihm als Feind gegenüberstehende Kriegerin Aife vergewaltigt. Sie bekommt einen Sohn, Conlai.

Irischer Mythos: Conlai betritt die Atlantik-Küste in Ulster, die Heimat seines Vaters Cucullain Der Sohn, den Aife dem Cuchullain gebar, wurde also Conlai genannt. Als viele Jahre vergangen waren, bat Conlai, Cuchullain´s Sohn, seine Mutter Aife, ihn ziehen zu lassen, um seinen Vater zu suchen. Die Edlen von Ulster waren an der Küste am Atlantik versammelt.Da kam in einem Boot Conlai an das Ufer. Conlai weigerte sich, seinen Namen zu sagen. Einer nach dem anderen der Edlen kämpfte gegen Conlai, jeden besiegte er. Endlich griff ihn Cuchullain an. Seine Frau Emer warnte ihn, aber er hörte nicht auf sie. Nachdem Cuchullain Conlai getötet hatte, erkannte er am Schmuckstück seinen Sohn.

Cuchullain und Conlai erleben die Problematik des von der Gesellschaft nicht anerkannten Sohnes. Im althochdeutschen Hildebrandslied 4)lehnt Hadubrand seinen Vater Hildebrand ab, weil dieser 30 Jahre abwesend war und Hadubrand nicht wollte, dass er Besitzansprüche stellte. Auch Hildebrand tötet seinen Sohn Hadubrand.

Der persische Rostam tötet seinen Sohn im Kampf, dem er im feindlichen Heer gegenübersteht. 2) Die Tatsache, dass dieses Motiv in drei so verschiedenen Sprachen erzählt wird, lässt wohl darauf schließen, dass vor vielen tausend Jahren, zu Ötzi ´s Zeit 3), als diese Sprachen noch Dialekte waren, etwas geschehen ist, dass die Menschen völlig erschütterte, sodass es jahrtausende lang weiter erzählt und auf verschiedene Personen übertragen wurde. -

Laut dem Psychologen Jürgen Zeuner 5) fühlen Menschen sich wohler, wenn sie sich klar werden, ob sie in ihrem Leben Vater oder Sohn waren, sind, wobei Vater für Autorität und Sohn für Abhängigkeit steht. Dabei ist zu beachten, dass der Sohn den Kampf will, der Vater, jedenfalls im Hildebrandslied, nicht.

 

Conlai betritt die Atlantik-Küste in Ulster, die Heimat seines Vaters Cuchullain

 

1) Löpelmann, Martin: "Erinn" Rudolf M.Rohrer Verlag Brünn München Wien o.J.

2) http://jamali.info/ikp/pdf/rostam_und_sohrab_020607.pdf (7.2.13)

3) http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96tzi (7.2.13)

4)https://de.wikipedia.org/wiki/Hildebrandslied (21.7.16)

5)http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/53-heft-032011/681-ach-wie-gut-dass-niemand-weiss-.html (21.7.16)

6)http://irish-fairies.jimdo.com/ (21.7.16)

 

 

Ich, Brigitte Prem, kann bestätigen, dass solche Grundbilder in den europäischen Märchen sichtbar sind. Solche Grundbilder im eigenen Lebensskript, im Lebensskript der umgebenden Personen, zu suchen und veränderbar machen, obliegt jedem selbst, der Märchen liest.